Die digitale Revolution scheint den Faktor Persönlichkeit mehr und mehr zurückzudrängen. 
Brauchen digital operierende Unternehmen einen neuen Unternehmertypus oder sollten Unternehmer über völlig andere Erfolgspotenziale ihrer Mitarbeiter nachdenken?

WWW versus Persoenlichkeit

Wenn Sie heute ein Mitvierziger oder Mitfünfziger oder auch älter sein sollten: sagen Sie mir, ob Sie für die digitale Revolution geboren wurden.

Sie sagen „Ja“? Dann sind sie ein Glückspilz in doppelter Hinsicht. Denn Sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Und es wird für Sie ein Genuss sein, die Herausforderungen der digitalen Revolution zu meistern.

Sie sagen „Nein“? Dann wird es für Sie vielleicht ein Trost sein, dass ihre Kinder ganz spielerisch mit diesem Thema umgehen und zahllose Leute in Ihrer Umgebung herumlaufen, die nichts anderes im Sinn haben als Sie bei ihrem Go-Digital-Vormarsch zu unterstützen.

Auch das ist nicht der Fall? Nun, dann sollten wir uns ernsthaft fragen, wer denn überhaupt für dieses Zeitalter geboren ist ? Oder wer die Leute sind, die uns unterstützen können, im höllischen Run um die besten Logenplätze bei  Google und Co. oder bei der Entwicklung einer kombinierten Cloud- und Online-Verkaufslösung die Verantwortung übernehmen können?

Wenn wir ehrlich sind: in Deutschland müssen Sie solche Leute, wenn sie bezahlbar  und auch noch kalkulierbar sein sollen, wie eine Nadel im Heuhaufen suchen. Die besten werden von den gut gehenden mittelständischen Unternehmen und Konzernen aufgesogen. Sie arbeiten in IT- und Marketingabteilungen, als Programmierer und Webentwickler in Agenturen, Softwareentwicklungsunternehmen  oder sind direkt in den gut zahlenden Firmen angestellt.

Was also tun, wenn es für gute Leute allenfalls 72h dauert, um sich einen neuen gut zahlenden Auftrag- oder Arbeitgeber auszusuchen. Und dabei sprechen wir nicht von Jobs mit Monatsvergütungen von 5000,- €, sondern da geht es schon gern fünfstellig los.

Wir reden hier augenblicklich nur über ein Fachkräftedefizit und Geld. Die Hauptfrage ist jedoch eine ganz andere: sind wir als Unternehmer oder sind unsere heutigen Mitarbeiter so wandlungsfähig, dass wir in das neue Zeitalter hineinwachsen und uns den Anforderungen der teilweise völlig neuen Schwerpunktsetzung unser erfolgsbestimmenden Arbeitsinhalte und Aufgaben stellen können? Wollen wir das überhaupt? Und wenn ja, könnte uns das unter Umständen auch so verändern, dass wir eines Tages weder Genuss, noch Glück empfinden können, weil wir pausen- und hoffnungslos am Tropf unserer Bildschirme und Smartphones kleben?

Ich glaube Folgendes:

  1. Nie war die Gefahr der Droge Internet größer als heute, im Zeitalter der Smartphones und Tablets
  2. Kinder, die mit dieser Droge unkontrolliert aufwachsen, laufen Gefahr, eine Sucht zu entwickeln, die ihre Persönlichkeit, ihre soziale und emotionale Kompetenz sowie ihr Sozialverhalten und ihr Gefühlsleben empfindlich (nachteilig) beeinflussen können
  3. Erwachsene, die sich nicht abzugrenzen vermögen und den Zwängen permanenter Verfügbarkeit und permanent verfügbarer Online-Inhalte nicht widerstehen können, sind gleichsam gefährdet und sollten keine Familie haben.
  4. Unternehmer, Arbeit- bzw. Auftraggeber, die neues Personal suchen, um spezielle Aufgaben im Bereich E-commerce und Online-Marketing lösen zu lassen, sollten sich sehr genau anschauen, wen Sie in Ihr Team aufnehmen bzw. mit wem sie stabile vertragliche Beziehungen eingehen.
    Sie täten gut daran, spezielle Profiler für das Screening zu nutzen, die die sich in der Branche auskennen und die Bewerber/freie Mitarbeiter „mit anderen Augen“ sehen können, als man es als „Normalsterblicher“ und nicht auf IT-Fachleute geschulter Personalfachmann tun würde.
    Denn: Spezialisten dieser Fachrichtungen sind häufig „anders“ als andere Menschen, deutlich anders in ihrer Motivationslage, in ihrem Sozial- und Kommunikationsverhalten, in den „Channels“, zu ihnen Zugang zu erhalten und mit ihnen Arbeitsbeziehungen zu gestalten.

    Das Problem sind eigentlich in den meisten Fällen nicht die Spezialisten selbst, sondern die Andersartigkeit der Menschen, mit denen Sie im Unternehmen in Berührung kommen.
    Man kann es einfach sagen: wer in Programmzeilen träumt, hat häufig wenig übrig für die Welt der normalen Leute. Denn er oder sie lebt in einer ganz eigenen, oft weit entfernten Sphäre, die für ihn oder sie mehr Realität bedeutet als alles Irdische.


Mehr noch: wer das Bewusstsein teilt, dass die Welt von Morgen im Grunde von denjenigen beherrscht wird, die Macht über Information und das Funktionieren digital und online-basierter Managementgestaltungssysteme  haben, der wird sich nicht auf einer Stufe sehen mit Menschen, die darunter leiden, dass ihr Frühstücksei eine Minute zu lange im Kochwasser gelegen hat.  

In diesem Sinne, meine Damen und Herren, gewöhnen wir uns daran, dass es zukünftig sowohl einen neuen Unternehmertypus wie auch Mitarbeiter im Unternehmen geben wird, die wie Exoten anmuten, die aber über Fähigkeiten verfügen, die ihnen (oder Ihnen) Möglichkeiten eröffnen, im Wettbewerb deutliche Vorteile zu erzielen oder ihr ärgster Konkurrent werden können, der uneinholbar ist, weil er das Unternehmen „digital denkt“ und entsprechend steuert.

Die gute Nachricht ist: da draußen gibt es Heerscharen von guten Leuten, die sich täglich bei uns melden und um Aufträge bitten, in allen Arbeitsbereichen, wo wir zu Hause.  Es gibt da nur ein Problem: diese Menschen sprechen kein Deutsch. Oder umgekehrt: Sie müssen ein gutes Englisch sprechen, um mit Ihnen zu arbeiten und  können doch keine Gewährleistung verlangen, denn diese ist nicht einklagbar.
Aber im Zeitalter der Globalisierung wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich die Formen der Zusammenarbeit grenzüberschreitend derart entwickeln, dass es ganz normal ist,  einen Webentwickler, SEO-Experten oder Shop-Administrator  aus Indien, Pakistan oder der Ukraine zu beschäftigen. Die Welt wächst zusammen. So oder so.
Wir werden es nicht verhindern oder haben allenfalls das Nachsehen.  

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